Monthly Archive for Januar, 2008

Totalboykott!

Gastartikel von Ralf:

Für mich steht die EInführung des “Millerntalers” (geiler Name …) in Zusammenhang mit anderen Kommerzialisierungsplänen, wie z.B. dem Verkauf des Stadionnamens. Wer weiß, was bei fortschreitendem Stadionausbau noch so alles kommt … .

Die Umsetzung dieser Pläne würde den FC St. Pauli seine Einzigartigkeit nehmen. Wenn ich irgendwann in die Orion-Arena gehe, mir am Eingang Piratendollar kaufe, sabbernd auf die halbnackten Cheerleader starre (welche überdimensionale Pokerkarten über ihren Köpfen schwenken), dann kann ich eigentlich auch in die hshnordbankaolmüllermilcharena pilgern.
Vor allem wenn Touristen irgendwann Kombi-Karten für Musical / Pauli kaufen können …

Wir waren anders, noch sind wir anders und so soll es auch bleiben.

Abgesehen davon hat der Millerntaler (im Unterschied z.B. zum Stadionnamen-Verkauf) keinen Nutzen, außerfür den Caterer.
Dieser wählt nun die Salami-Taktik, erst nur wenige Stände, wo man mit Talern bezahlt, dann immer mehr, bis es schließlich nur noch wenige Euro-Bierbuden gibt, an denen sich ewig lange Schlangen bilden, so dass man dann doch auf die Taler-Stände ausweicht.

Deshalb befürworte ich den geplanten Totalboykott aller Gastronomie-Stände ab dem Jena-Spiel, auch wenn es mir verdammt schwer fallen wird. Evtl. muss man halt auf die guten alten Kräuterschnäpse in der Unterhose zurückgreifen.

Sollte die WKA-Mehrheit den Totalboykott nicht mitmachen, sollten wir uns von der Unterzeichnerliste wieder entfernen lassen.

Sterntaler on Video

Millerntaler

millerntaler

Zitat von suedzecken.de:

Mit einigem Kopfschütteln haben wir den Inhalt des heutigen Flyers zum Thema „Millerntaler“ zur Kenntnis genommen.
Aus unserer Sicht ist mit dieser Aktion des Caterers Förde Show Concept ein Punkt erreicht,
an dem wir uns gezwungen sehen, zu handeln!

Petition

Schwerpunkt-Thema: Mythos St. Pauli

Artikelserie bei 11 Freunde

Von einem Verein der auszog, die Welt zu verändern: Bis Mitte der 80er war der FC St. Pauli ein Klub wie jeder andere. Dann entdeckte die Subkultur die Kicker aus dem Rotlichtbezirk. Das Millerntor wurde zum Wallfahrtsort des linken Lagers, das die Spiele des Kiezklubs mit unkonventionellen Fanaktionen bereicherte. Doch der Mythos vom »etwas anderen Verein« hat Staub angesetzt. Aus der Punk-Attitüde ist Deutschlands Konsens-Klub erwachsen. Ein Verein zwischen Revolution, Marketing und Polit-Karneval